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Top Sehenswürdigkeiten in Ragusa
Auf einem Hügel 15 Kilometer von Ragusa entfernt thront das imposante Castello di Donnafugata, dessen Geschichte bis ins 14. Jh. zur Familie Chiaramonte zurückreicht. Das heutige neugotische Erscheinungsbild mit seinen charakteristischen Türmen und der monumentalen Freitreppe verdankt das Schloss größtenteils dem Umbau durch Baron Corrado Arezzo de Spuches im 19. Jh.
Majestätisch thront der Duomo di San Giorgio am Ende einer imposanten Treppenanlage über der Altstadt von Ragusa - ein Meisterwerk des sizilianischen Spätbarock aus dem 18. Jh. Die von Rosario Gagliardi zwischen 1739 und 1775 erbaute Kathedrale besticht durch ihre monumentale Turmfassade mit charakteristischer Kuppel und zählt heute zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Die majestätische Cattedrale di San Giovanni Battista thront als wichtigstes Gotteshaus über dem modernen Stadtteil von Ragusa und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe "Späte Barockstädte des Val di Noto". Nach dem verheerenden Erdbeben von 1693 wurde die Kathedrale in Rekordzeit wieder aufgebaut und im Laufe des 18. Jh. kontinuierlich erweitert.
Hoch über dem Irminio-Tal thront der Giardino Ibleo, der älteste der vier Hauptgärten Ragusas, auf einem Felssporn in 385 Metern Höhe. Der 1858 von lokalen Adeligen initiierte und von der Bevölkerung errichtete Park besticht durch seine gepflegten Anlagen mit kunstvoll gestalteten Steinbänken, Vasen und einer eleganten Kalkstein-Balustrade.
An der Südküste Siziliens erwartet dich mit Kamarina eine der bedeutendsten griechischen Kolonien der Insel, die im frühen 6. Jh. v. Chr. von den Syrakusanern gegründet wurde. Die archäologische Stätte auf dem Cammarana-Hügel beherbergt eindrucksvolle Überreste eines antiken Hafenkanals, Gräber und den Tempel der Athena, dessen Fundamente in die spätere Kirche Madonna di Cammarana integriert wurden.
An der Küste Siziliens erwartet dich mit dem Demanio Forestale di Randello ein charakteristischer Küstenstreifen, wo sich ein Pinienwald direkt bis ans Meer erstreckt. Das ehemalige private Jagdrevier beherbergt neben mediterraner Vegetation wie Steineichen, Mastixsträuchern und Zypressen auch archäologische Schätze - hier findest du Überreste von Nekropolen des antiken Kamarina.
Zwischen den beiden Stadtteilen Ragusa Ibla und Ragusa Superiore thront die Chiesa di Santa Maria delle Scale als beeindruckendes Beispiel sizilianischer Kirchenbaukunst. Der ursprünglich im 13. Jh. von Zisterziensermönchen errichtete Bau wurde nach dem verheerenden Erdbeben von 1693 im Barockstil weitgehend neu aufgebaut, wobei einige gotische Elemente erhalten blieben. In der dreischiffigen Kirche findest du eine bemerkenswerte Sammlung von Kunstwerken aus verschiedenen Epochen, darunter ein Terrakotta-Relief aus dem Jahr 1538 und Fresken aus dem 16. Jh. Als Teil des UNESCO-Weltkulturerbes "Spätbarocke Städte des Val di Noto" beeindruckt der Bau besonders durch seine vier original erhaltenen Portale, die jeweils unterschiedliche Architekturstile präsentieren.
Das Portale di San Giorgio ist das eindrucksvolle Überbleibsel einer im frühen 12. Jh. erbauten und 1718 abgerissenen Kirche, die zu den bedeutendsten Gotteshäusern Ragusas zählte. Das aus hellem, rosafarbenem Kalkstein gefertigte Portal im italienischen Gotikstil zeigt im Tympanon den heiligen Georg im Kampf mit dem Drachen, während die kniende Königin von Berito der Szene beiwohnt.
Eingebettet in eine waldreiche Landschaft findest du den Lago Santa Rosalia, einen künstlich angelegten Stausee, der durch die Aufstauung des Irminio-Flusses entstanden ist. Die zerklüfteten Ufer und die naturbelassene Umgebung machen den See zu einem malerischen Rückzugsort, den du über die Landstraße SS 194 zwischen Ragusa und Giarratana gut erreichen kannst.
In der antiken griechischen Kolonie Hybla Heraia, deren genaue Position bis heute nicht eindeutig geklärt ist, erwartet dich ein faszinierendes Stück sizilianischer Geschichte. Die bedeutende Siedlung, die vermutlich im Gebiet des heutigen Ragusa Ibla lag, wurde von wichtigen Persönlichkeiten wie Cicero erwähnt und war Schauplatz historischer Ereignisse - hier fand etwa der Tyrann Ippocrate während seiner Feldzüge den Tod.
In der malerischen Altstadt von Ragusa Ibla erhebt sich die Chiesa di San Giuseppe, die nach dem verheerenden Erdbeben von 1693 auf den Ruinen der Kirche San Tommaso neu errichtet wurde. Die von Rosario Gagliardi entworfene Kirche besticht durch ihre geschwungene Fassade mit korinthischen und ionischen Säulen sowie einen ovalen Innenraum mit kunstvoll gestalteten Steinaltären.
An der Südküste Siziliens erstreckt sich zwischen Ragusa und Scicli die Riserva naturale Macchia Foresta del Fiume Irminio, ein 135 Hektar großes Naturschutzgebiet mit windgeformten Sanddünen und steilen Mittelmeerklippen. Seit ihrer Gründung 1985 bietet die Reserve mit ihren mediterranen Macchia-Gewächsen, Pappeln und Weiden einen wichtigen Rastplatz für Zugvögel auf ihrer Route zwischen Afrika und Nordeuropa. Hier findest du eine ursprüngliche Küstenlandschaft mit naturbelassenen Sandstränden, wo sich neben verschiedenen Amphibien auch eingewanderte Nutrias angesiedelt haben.
Direkt am historischen Hafen von Marina di Ragusa erhebt sich der markante Wehrturm Torre Cabrera, den Graf Luigi Enriquez Cabrera 1579 als Teil eines sizilianischen Küstenverteidigungssystems errichten ließ.
Die Ponte Vecchio ist die älteste Brücke der sizilianischen Stadt Ragusa und verbindet seit ihrer Fertigstellung 1843 das historische Zentrum mit dem südlichen Stadtteil. Initiiert von Pater Gianbattista Occhipinti Scopetta, beeindruckt das Bauwerk durch seine zweistöckige Konstruktion mit insgesamt 14 Steinbögen.
In der malerischen Piazza della Repubblica von Ragusa Ibla erhebt sich die Chiesa delle Santissime Anime del Purgatorio, eine der wenigen Kirchen, die das verheerende Erdbeben von 1693 überstanden haben. Die im späten Barockstil erbaute Kirche besticht durch ihre imposante Fassade mit steiler Treppe und kunstvollen Skulpturen der Seelen im Fegefeuer.
In diesem archäologischen Museum nahe Scoglitti tauchst du tief in die Geschichte des antiken Kamarina ein. Die drei Pavillons und sieben Ausstellungshallen beherbergen beeindruckende Funde vom 6. Jh. v. Chr. bis ins 3. Jh. n. Chr., darunter eine bedeutende Sammlung von 5.000 Bronzemünzen aus dem Relitto dei Sei Imperatori.
Die schlichte Kalksteinfassade der Chiesa di San Vincenzo Ferreri mit ihren korinthischen Säulen und der historischen Sonnenuhr empfängt dich am Eingang der Iblei-Gärten in Ragusa. Die von Dominikanermönchen 1509 gegründete Kirche durchlief eine bewegte Geschichte - vom Erdbeben 1693 über umfassende Restaurierungen im 18. Jh. bis hin zum teilweisen Verfall im 20. Jh.
Die Chiesa di Santa Maria dell'Itria blickt auf eine bewegte Geschichte zurück, die bis ins Jahr 1391 reicht, als sie vom Malteserorden gegründet wurde. In ihrer heutigen Form präsentiert sich die Kirche nach einer umfassenden Umgestaltung im 17. Jh. und der Erweiterung der Fassade von 1739 als beeindruckendes Beispiel des sizilianischen Spätbarock.
Im sizilianischen Ragusa erwartet dich mit dem Palazzo Zacco ein beeindruckendes Stadtpalais aus der Mitte des 18. Jh., das ursprünglich als Residenz des Baron Melfi di San Antonio errichtet wurde. Die beiden Straßenfassaden des heute als Nationaldenkmal geschützten Gebäudes werden von sechs breiten Balkonen geziert, die das Wappen der Familie Melfi tragen. Besonders charakteristisch sind die kunstvoll gestalteten Balkonstützen im sizilianischen Barockstil, die von Putti, Musikanten und grotesken Masken getragen werden. Die Hauptfassade besticht durch drei zentrale, von korinthischen Säulen getrennte Balkone - ein architektonisches Ensemble, das seinen heutigen Namen der späteren Eigentümerfamilie Zacco verdankt.
An der Mittelmeerküste Siziliens erhebt sich die Torre Vigliena, eine historische Wehranlage aus dem frühen 17. Jh., die vom Architekten Camillo Camilliani als Teil eines ausgeklügelten Verteidigungssystems gegen Piraten entworfen wurde.
Im Südosten Siziliens erstreckt sich die Riserva naturale orientata Pino d'Aleppo über 3.000 Hektar zwischen den Gemeinden Vittoria, Ragusa und Comiso. Das 1990 eingerichtete Naturschutzgebiet beherbergt den letzten natürlichen Bestand der Aleppo-Kiefer auf der Insel und wird von der Provinz Ragusa verwaltet.