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Top Sehenswürdigkeiten in Mödling
Hoch über dem Wiener Becken thront der Husarentempel, ein klassizistischer Bau im Naturpark Föhrenberge bei Mödling, der zu den ältesten Kriegsdenkmälern Österreichs zählt. Der von Fürst Johann I. Josef von Liechtenstein in Auftrag gegebene Tempel wurde 1813 vom Architekten Joseph Kornhäusel als "Tempel des Kriegsruhms" errichtet und ehrt die gefallenen Soldaten der Schlacht bei Aspern.
Hoch über dem Mödlingbach thront die Ruine einer der einst größten Burganlagen Österreichs aus dem 12. Jh., die mehr für ihre künstlerische Bedeutung als für kriegerische Auseinandersetzungen bekannt war. Als Stammsitz eines Zweigs der Babenberger beherbergte die Burg um 1230 den Minnesänger Neidhardt von Reuental, bevor sie nach mehreren Bränden und einem Blitzschlag 1556 verfiel.
Die Othmarkirche in Mödling blickt auf eine bewegte Geschichte von über 1100 Jahren zurück, in der sie mehrfach zerstört und wieder aufgebaut wurde. Die heutige Kirche, deren Bau 1454 unter Pastor Johannes Hinderbach begann, besticht durch ihre imposanten Maße und ein meisterhaftes Dachwerk aus Holz.
Die Breite Föhre war eine rund 450 Jahre alte Schwarzföhre, die seit dem frühen 19. Jh. zu den beliebtesten Wanderzielen der Region zählte. Der mächtige Baum, dessen Wachstum 1542 begann, zog bedeutende Künstler wie Ludwig van Beethoven, Franz Schubert und Gustav Klimt an.
Das imposante Schulgebäude im späthistoristischen Stil wurde 1897 als Unterrealgymnasium mit 73 Schülern gegründet und entwickelte sich bis 1930 zur bedeutendsten und größten höheren Schule Niederösterreichs. Der hufeisenförmige Bau des Architekten Eugen Sehnal wurde mehrfach erweitert, zuletzt 1967 durch einen markanten L-förmigen Anbau.
In den weitverzweigten Gängen eines ehemaligen Luftschutzbunkers aus dem 2. Weltkrieg erwartet dich ein außergewöhnliches Theatererlebnis. Das Theater im Bunker in Mödling bei Wien, gegründet von Bruno Max, nutzt seit 1999 ein 930 Meter langes Tunnelsystem für innovative Theaterinszenierungen.
Die spätgotische Spitalskirche in Mödling verbindet auf einzigartige Weise ihre Ursprünge als Armenhaus-Kirche aus dem 15. Jh. mit beeindruckender sakraler Kunst. In ihrem Inneren entdeckst du die kunstvollen Deckenmalereien der Gebrüder Jobst mit Darstellungen der zwölf Apostel und vier Evangelisten sowie einen neugotischen Altar von 1882. Die älteste Glocke Mödlings aus dem Jahr 1683 und zwei historische Epitaphe aus der Zeit um 1600 zeugen von der bewegten Geschichte des Gotteshauses. An der südlichen Außenwand wartet eine beliebte Besonderheit auf dich: der sagenumwobene "Teufelskopf", der zu den meistfotografierten Details der Kirche gehört.
Im malerischen Mödling erwartet dich das Thonetschlössl, das auf eine bewegte Geschichte als Kapuzinerkloster aus dem 17. Jh. zurückblickt und heute das Bezirksmuseum beherbergt.
Südlich der Pfarrkirche St. Othmar entdeckst du den Karner, eine romanische Kapelle aus dem 12. Jh., die dem heiligen Pantaleon geweiht ist. Der zweigeschossige Rundbau diente als Beinhaus und wurde 1182 gegründet, bevor er zwischen 1236 und 1240 unter Herzog Friedrich II. umfassend umgestaltet wurde. In seinem Inneren birgt der Karner noch Reste von Fresken aus der Zeit um 1300, darunter eine bemerkenswerte Darstellung der Madonna mit Kind in der Apsis.
In der historischen Villa in Mödling entwickelte der Komponist Arnold Schönberg zwischen 1918 und 1925 seine bahnbrechende "Methode der Komposition mit zwölf Tönen" und empfing bedeutende Musiker wie Francis Poulenc und Darius Milhaud. Das heute denkmalgeschützte Schönberg-Haus beherbergt ein Museum mit Original-Möbeln, Instrumenten und einer umfangreichen Forschungsbibliothek.